Der Patient erwacht mit verstopfter Nase und muss durch den Mund atmen. Dies ist unangenehm, weil dadurch Mund und Rachen trocken sind. Im Zimmer wird ein Verdampfer aufgestellt und der Patient bekommt befeuchtende Lutschpastillen. Schmerzen treten kaum auf, eher ein lästiger Druck über den Nebenhöhlen und in den Ohren. Am OP-Tag kann zudem eine Übelkeit als Folge der Narkose auftreten. Schon am Abend sollte der Patient ein paar Schritte (zuerst unter Aufsicht) unternehmen. Am nächsten Morgen wird die Infusion entfernt und der Patient ist wesentlich besser mobil. Mit einem Verband unter der Nase darf er in Aufenthaltsräume und Cafeteria. Essen und trinken darf er bereits vom ersten Abend an normal.
Bei ästhetischen Zusatzkorrekturen mit Osteotomien (Mobilisieren der Nasenbeine) kommt es zu einer Schwellung und einem Bluterguss neben der Nase.
Spätestens am übernächsten Morgen wird die Tamponade entfernt, was kurz unangenehm, aber nicht schmerzhaft ist. Nach einer weiteren Stunde darf der Patient das Spital verlassen und kommt auf dem Nachhauseweg direkt bei uns in der Praxis vorbei, um die Nase endoskopisch zu reinigen. Er bekommt Nasenspülungen, Nasensalbe, Antibiotika und Reserve-Schmerzmittel sowie Instruktionen für die nächsten Tage. Wichtig ist die tägliche Befeuchtung mit Spülungen und Salbe. Heisse Bäder und Duschen sind untersagt wie auch sportliche Betätigung während insgesamt 2 Wochen, da es sonst zu Nachblutungen kommen könnte.
Solange die Wundflächen nicht verheilt sind, läuft die Nase und produziert schleimiges Sekret. Blutbeimengungen sind anfangs immer vorhanden. Nach wenigen Tagen beginnen sich allfällige Krusten zu lösen und es können nochmals leichte Nachblutungen vorkommen. Diese sistieren meist spontan bei Auflegen einer Eiskravatte im Nacken.
Ein allfälliger Nasengips nach ästhetischen Zusatzkorrekturen wird nach einer Woche entfernt. Es wird nochmals für einige Tage ein Taping angepasst.
Eine Brille sollte nach allfälligen Osteotomien 2 Monate nicht getragen werden.
