Welche Techniken kommen zur Anwendung?

Dass es nach wie vor keine allgemein gültige chirurgische Technik zur Reparatur von Septumperforationen gibt, legt nahe, dass sie nicht leicht zu behandeln sind. Die erste chirurgische Behandlung umfasste die Vergrößerung der Perforationen, um sie weniger symptomatisch zu machen. Hoffentlich ist diese Methode nirgends mehr in Mode.
Allen Techniken gemeinsam ist, dass es zu Re-Perforationen kommen kann. In den letzten Jahrzehnten haben sich einige Methoden herauskristallisiert, welche die kleinste Re-Perforationsrate aufweisen.
Bei kleineren Perforationen (Grad 1) kommen in der Regel Mukoperichondrium-Verschiebelappen mit Knorpelgrafts und bei grösseren Perforationen die Sandwichtechnik mit Temporalisfaszie und PDS zur Anwendung. PDS ist ein langsam selbstresorbierbares Material, das vollständig abgebaut und mit eigenem Gewebe ersetzt wird.
Diese Techniken zeigen in den aktuellen Literatur-Reviews die besten Resultate bezüglich Re-Perforationen (Verschlussrate nach mehreren Jahren ca. 95%).
Hauptsächlich ist das OP-Ergebnis aber abhängig der der Erfahrung des jeweiligen Operateurs und vom initialen Durchmesser der Perforationen. Je grösser die Perforation ist, desto grösser das Re-Perforationsrisiko.

Im Bild unten links eine Perforation Grad 2 und rechts das Ergebnis 3 Monate nach Verschluss mit der Faszien-PDS-Sandwich-Technik. Die Faszie wird langsam mit Nasenschleimhaut ersetzt.